Der März 2012 in Rheinstetten:
Sehr mild, extrem trocken und viel zu sonnig
Temperatur
Das große Temperaturdefizit des Februars (-3.4 Grad) machte der März 2012 fast wieder
wett: 2.9 Grad betrug am Ende die Abweichung vom langjährigen Mittelwert von 5.7°C.
Eine ähnlich hohe Abweichung in einem Märzmonat trat zuletzt im Jahre 2003 auf.
Die milde Witterung kam vor allem zustande durch den häufigen Zustrom
warmer und vielfach recht trockener Luftmassen. Mit etwas Windunterstützung
und der im März täglich kräftiger scheinenden Sonne konnten
die Temperaturen tagsüber auf frühlingshafte Werte ansteigen.
An 7 Tagen wurden schon mehr als 20°C verzeichnet,
den Spitzenwert erzielte der 16. mit einer Höchsttemperatur von 22.3°C.
Hochdruckeinfluss und trockene Luft führen im Frühjahr
zu großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht.
Nebel oder Hochnebel wie im Winter bildet sich nicht mehr und die Nächte sind
auch noch immer lang genug, um eine kräftige Ausstrahlung zuzulassen und
die Tiefsttemperaturen in die Nähe des Gefrierpunktes zu befördern.
Besonders in der zweiten Monatshälfte
traten solche Tage mit Höchstwerten um 20°C und
noch sehr frischen Nächten von weniger als 5°C auf.
Und am wärmsten Tag des Monats, dem 16., lag am Morgen
die Temperatur gar noch im frostigen Bereich;
die Temperaturamplitude erreichte bemerkenswerte 23.2°C.
Nachtfrost wurde 10 Mal registriert, -3.6°C am 7.
lautete der tiefste Temperaturwert des Monats.
Niederschlag
Tagsüber häufig hohe Temperaturwerte und kalte Nächte
kennzeichnen Hochdruckeinfluss mit überwiegend trockene Luftmassen. Viel Platz für eine rege
Tiefdrucktätigkeit blieb da nicht.
Und so verwundert es nicht, dass auch der März 2012
weit hinter seinem Niederschlagssoll von 57.3 mm zurückblieb.
Insgesamt kam an 31 Tagen nur eine Niederschlagsmenge von 9.7 mm zusammen (17%),
die sich auf 3 Tage mit mindestens 1 mm verteilte, an einem 4. Tag fiel noch
eine unbedeutende Menge von 0.1 mm.
Der 18. konnte den größten Tageswert von 4.5 mm auf sich verbuchen.
Schnee lag oder fiel nicht mehr.
Sonne
Wenig überrascht angesichts des trocken-warmen Monats auch der außerordentlich hohe
Wert der Sonnenscheindauer.
Das Zentralgestirn schien an insgesamt 209.2 Stunden, was fast dem Doppelten (184%)
der für einen Monat März üblichen Menge entspricht (113.6 Stunden).
Am 6. schaffte die Sonne zum ersten Mal in diesem Jahr den
Sprung über die 10-Stunden-Marke, das gelang ihr danach noch an 12 weiteren Tagen.
Wind
Keine großen Sprünge im März 2012 machte der Wind.
Für hohe Windgeschwindigkeiten bedarf es großer
Luftdruckunterschiede, die durch den Mangel an kräftigen Tiefdruckgebieten
über Mitteleuropa nicht zustande kamen.
Am 5. wurde mit 56.9 km/h die stärkste Bö verzeichnet,
das entspricht Windstärke 7.
Vergleich mit 2011
Im Vorjahr präsentierte sich März ganz ähnlich:
mit einem deutlichen Temperaturüberschuss, wenig Regen und viel Sonne
beschreiben dieselben Attribute den Witterungscharakter des Monats März
wie 2012.
Die Höchst- und die Tiefsttemperatur
des Monats unterscheidet sich nur wenig von den Werten in diesem Jahr,
genausowenig wie die größte Tages-Niederschlagsmenge oder die stärkste Bö
Bernhard Mühr, 2. April 2012
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